Web 2.0 als Ausrede für Qualitätsprobleme?
Freddie Geier (Geschäftsführer Apple Deutschland) äußerte sich wie folgt zum Vorwurf der zunehmenden Qualitätsprobleme bei Mac Books (weißes Kunststoffgehäuse vergilbt sehr schnell) und dem iPod (kratzempfindliches Gehäuse):
Apple liefert heute mehr Notebooks aus als früher. Ich denke nicht, dass statistisch gesehen die Service-Fälle zugenommen haben. Was sich vor allem stark verändert hat, sit die Wahrnehmung: Früher hat ein Kunde bei Problemen die Hotline oder seinen Händler kontaktiert, heute berichtet er zuerst in seinem Weblog. Und das verbreitet sich dann in einer vernetzten Welt schnell um den Globus.
Apple liefert heute mehr Notebooks aus als früher. Ich denke nicht, dass statistisch gesehen die Service-Fälle zugenommen haben. Was sich vor allem stark verändert hat, sit die Wahrnehmung: Früher hat ein Kunde bei Problemen die Hotline oder seinen Händler kontaktiert, heute berichtet er zuerst in seinem Weblog. Und das verbreitet sich dann in einer vernetzten Welt schnell um den Globus.
Mehr zu Zitate - Patrick Schnabel - 21. Sep, 13:28
Thorsten Ulmer (Gast) - 21. Sep, 17:29
Das hieße dann im Umkehrschluss, dass es bei Apple schon immer eine relativ hohe Anzahl an Service-Fällen gab. Aber erst jetzt erfährt die Welt davon. Das macht das Ganze meiner Meinung nach auch nicht besser.
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Jürgen Siebert (Gast) - 22. Sep, 12:14
Das Zitat von Freddie Geier kann man wenden und drehen wie man will: Eine »Ausrede« ist da beim besten Willen nicht zu erkennen. Ein Web-2.0-Bezug ist genauso wenig enthalten, denn Weblogs gab’s schon lange vor dem 2.0-Hype.
Früher wurde in Fachzeitschriften über defekte Geräte geschrieben, darauf gab es dann ein Dutzend Leserbriefe. Ende. Natürlich hat der Mann recht, wenn er behauptet, dass ein brennendes PowerBook auf YouTube heute mehr Wirbel erzeugt als dies ein Foto in einer Zeitschrift jemals konnte. Auch das erzählt Geier absolut wertfrei.
Früher wurde in Fachzeitschriften über defekte Geräte geschrieben, darauf gab es dann ein Dutzend Leserbriefe. Ende. Natürlich hat der Mann recht, wenn er behauptet, dass ein brennendes PowerBook auf YouTube heute mehr Wirbel erzeugt als dies ein Foto in einer Zeitschrift jemals konnte. Auch das erzählt Geier absolut wertfrei.
der_jens (Gast) - 22. Sep, 13:21
Sehr interessant
Hallo Patrick,
ich schreibe gerade meine Diplomarbeit genau über dieses Thema. Also das Thema, dass Blogger bei Problemen mit Produkten das in ihr Weblog schreiben. Mich würde daher sehr interessieren, woher du das Zitat hast. Wäre super wenn du mir weiterhelfen könntest.
ich schreibe gerade meine Diplomarbeit genau über dieses Thema. Also das Thema, dass Blogger bei Problemen mit Produkten das in ihr Weblog schreiben. Mich würde daher sehr interessieren, woher du das Zitat hast. Wäre super wenn du mir weiterhelfen könntest.
Patrick Schnabel - 22. Sep, 14:12
Ich weiß nicht mehr
Hätte ich gleich mit reinschreiben sollen. Leider vergessen, woher ich das hatte. Entweder die aktuelle Ausgabe der ComputerResellerNews oder ComputerPartner. Bekommt man nicht im Zeitschriftenhandel, sondern nur als Abo zugeschickt. In einer der beiden stand das Zitat im Zusammenhang mit den Qualitätsproblemen drin. Unter anderem hat der Apple-Händler Gravis darunter zu leiden. Es ist also nicht einfach nur so, dass sich die Leute in Weblogs beschweren. Die Hardware-Handler leiden unter den Reklamationen.
Thies Thiessen (Gast) - 22. Sep, 14:29
Weiß der Geier,...
...was der Deutschland-Chef nun meint: Wenn ein Produkt Probleme macht, dann wird darüber geredet. Und dank der (seit Blog noch größeren) Beliebigkeit und Überfülle der durchgeknallten Pinwand Internet sind dei Bschwerde zwar schnell veröffentlicht, aber auch schnell wieder vergessen. (Woei, was sich Apple beim Akku-Umtausch abgekniffen bzw. was ich da erlebt habe, war von Service relativ weit weg: http://dermachtdieworte.blogspot.com/2006/08/wie-mich-apple-mal-von-0-auf-180.html
