Ohne groß Palaver komme ich gleich zu meinen ausformulierten Notizen von den Vorträgen:
smsapi.de
von
Thilo Hardt
die
SMSAPI ist eine SOAP-Schnittstelle um SMS über ein Webfrontend senden und empfangen (Inbound-SMS) zu können. Auf die API kann zum Beispiel mit PHP zugegriffen werden. Als Anwendungen sieht Thilo Monitoring, Management-Services, Twitter, Bestätigungen und UMS vor.
Der Vortrag roch ein bisschen nach Verkaufsveranstaltung. War aber nicht das Problem. Manchmal ist es ganz gut zu sehen, was alles möglich ist. Nur bin ich generell nicht davon begeistert von SMS und schon gar nicht im Zusammenhang mit Web-Applikationen. In Zeiten von UMTS sollte es kein Problem sein Web-Applikationen aufs Handy zu bekommen. Der Umweg SMS ist aus meiner Sicht eine Krücke.
Second Life - Erste Schritte
von
Oliver Gassner
Oliver erläuterte teilweise sehr ausführliche alle wichtigen Aspekte von
Second Life. Wer die Berichte in den letzten Wochen über Second Life verfolgt hat, der hat hier noch einmal die volle Packung abbekommen. Wer nicht weiß was Second Life ist, hier nochmal langsam zum Mitlesen: "Second Life ist eine 3D-Welt, die von ihren Bewohnern gestaltet werden kann." Und nein, Second Life ist kein Spiel, auch wenn man darin durchaus auch spielen kann. Hm, also doch ein Spiel? Jedenfalls geht es um Kommunikation und auch Audio und Video sind möglich.
Das berühmt berüchtigte Geldverdienen betrifft nur ein kleinen Teil der Nutzer. In der Hauptsache verdienen sie ihr Geld mit dem Handel von Designs. Sie erstellen praktisch Objekte, die von anderen wiederum gekauft werden. SL ist also ein Ort, an dem man sich mit seiner Kreativität und seinen Innovationen austoben kann.
Momentan ist es dann doch eher so, dass das Geld mit Second Life außerhalb verdient wird. Nämlich in Form von Forschung und Entwicklung, das große Firmen ausgeben, um irgendwie bei diesem Hype dabei zu sein. Jedenfalls, Second Life ist kein Hype. 3D im Internet gehört die Zukunft. Zumindest einen Teil davon. Das 2D-Web wird deshalb nicht aussterben.
Second Life - der Verriss
von
Alvar Freude
In gewisser Weise waren beide Vorträge redundant. Ist nicht schlimm. Dafür haben sich an diesem Abend alle Anwesenden intensiv mit Second Life beschäftigt.
Alvar war der Meinung, dass Second Life nicht das Web 3.0 ist. Schade, wäre auch zu einfach gewesen. Seine kurze SL-Demo war dann doch sehr anschaulich. Die Lahmarschigkeit der Systemarchitektur von SL war nicht zu übersehen. Bevor man etwas in Second Life sehen kann, muss man erstmal warten. Erinnert irgendwie an das längst vergangene "World Wide Waiting". Deutlich zu sehen war, dass Second Life eine Simulation ist, die nur mit viel Phantasie nutzbar ist. Und ein bisschen Fingerspitzengefühl wegen der hakeligen Steuerung sollte man auch mitbringen. Nicht gerade barrierefrei für den gemeinen Allerwelts-Internet-User. Wer will sich sowas schon antun.
Alvar hat uns dann auch ein paar seiner Zahlenspiele um die Ohren geschlagen. Man bekommt den Eindruck, dass viele Second Life Befürworter ihre Statistiken aufbauschen. So kam auch die liebe "Second Life Millionärin" nicht gut dabei weg.
Eines habe ich auf alle Fälle mitgenommen: "Second Life ist ein Abbild des realen Lebens in Kombination mit der Phantasie der Nutzer. Und die Inhalte in Second Life sind Ort oder Objekte. Also alles, was im Hypertext-Web nur schwer abzubilden ist."
Wegen dem starken Interesse an Second Life (Vorträge und Diskussionen) wurde der Vortrag "REST - neue Architektur für Webanwendungen" von Tobias Günther auf den nächsten
Webmontag verschoben. Es war schon reichlich spät. Ich selber war kurz vor dem geistigen Zusammenbrechen.
Was andere noch geschrieben haben: